Kurpfälzisches Museum Heidelberg

Das Kurpfälzische Museum ist trotz des vielfältigen und hochkarätigen Kunst- und Kulturangebotes in Heidelberg eine ganz besondere Kultureinrichtung. Die umfangreichen Sammlungsbestände in den Bereichen Gemälde, Kunsthandwerk, Graphik und Skulpturen, Archäologie und Stadtgeschichte bieten ein umfassendes und einzigartiges Bild zur Historie der Kurpfalz und zur Stadtgeschichte Heidelbergs. Auch finden sich hier die originalen Steinskulpturen der Alten Brücke, die jeden Tag ein beliebtes Fotomotiv für Tausende Besucher sind.

Von der Graimberg’schen Sammlungen zum Kurpfälzischen Museum

Die Sammlung des Kurpfälzischen Museums geht auf Charles de Graimberg zurück, der sich Anfang des 19. Jahrhunderts für die Geschichte der Stadt Heidelbergs und des pfälzischen Fürstenhauses zu interessieren begann. Seine umfangreichen Bestände, unter anderem gehörte der berühmte „Windsheimer Zwölfbotenaltar“ von Tilman Riemenschneider dazu, wurden 1879 von der Stadt Heidelberg aufgekauft. Knapp 30 Jahre später, 1908, wurden die Graimberg’schen Sammlungen in der Heidelberger Altstadt gezeigt. Das Kurpfälzische Museum wurde im barocken Palais Morass eröffnet.

Großzügige Stiftungen Heidelberger Bürger wie zum Beispiel die Sammlung Posselt trugen zum weiteren Ausbau der Sammlungsbestände bei. Einen weiteren Schwerpunkt der Schausammlungen bilden seit Beginn des 20. Jahrhunderts Kunstwerke zur Heidelberger Romantik. 2002 gelang dem Museum der Ankauf des „Tafelsilbers der Kurfürstin Elisabeth Augusta“, des einzigen komplett erhaltenen Tafelsilbers des 18. Jahrhunderts aus kurfürstlich-pfälzischem Besitz, das zu den bedeutendsten Anschaffungen der vergangenen Jahrzehnte zählt und Bestandteil der Dauerausstellung geworden ist.

Zu den weiteren Highlights des Kurpfälzischen Museums gehören „Der Sündenfall“ von Lucas Cranach d. Ä. und „Der blaue Bär“ von Marc Chagall. Letzteres befindet sich in der knapp 20.000 Objekte umfassenden Graphischen Sammlung. Sie gehört damit zu einer der größten in Südwestdeutschland und umfasst Exponate vom ausgehenden Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert. Der Stadtgeschichte Heidelbergs vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert ist ein eigener Bereich gewidmet.

Sonderausstellungen

Über das Jahr verteilt werden in diversen Sonderausstellungen im Kurpfälzischen Museum viele Exponate, darunter Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Skulpturen, Porzellan und auch Videoarbeiten zu verschiedenen Themenbereichen gezeigt.

 

Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg

Hauptstr. 97
69117 Heidelberg
Telefon +49 6221 5834020

www.museum-heidelberg.de

 

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